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Der Juni wird bunt, besonders bunt! Jahr für Jahr hat dieser Monat für die LGBTQI+ Community eine ganz besondere Bedeutung, denn für uns ist es Zeit, den Pride Month mit friedlichen, bunten Paraden zu feiern. Auch wenn dieses Ereignis in Deutschland eher als „Christopher Street Day“ (kurz: CSD) bekannter ist, ist die Geschichte und Bedeutung der Feierlichkeiten dieselbe: Die Vielfalt zu feiern, mehr Sichtbarkeit zu erlangen und somit die Gesellschaft zu mehr Akzeptanz zu animieren.

Die meisten Kinder lernen Vielfalt schon früh kennen. In der Kita kommen sie häufig mit ganz vielen anderen Kindern in Berührung, die anders sind und anders leben als sie selbst. Die eine hat viele Sommersprossen, die andere isst keine Karotten. Der eine hat drei Geschwister, der andere wächst mehrsprachich auf. Auch wenn diese Unterschiede nicht thematisiert werden – die Kinder nehmen sie sehr wohl wahr. Und das ist ein idealer Zeitpunkt, um ihre Neugierde zu stillen und ihr Bewusstsein für ebendiese Unterschiede und  Gemeinsamkeiten zu stärken. Denn wie wir alle wissen, kennen Kinder keine Vorurteile – wir bringen es ihnen erst bei.

Doch wie sieht das konkret aus? Wie können wir unsere Kinder dabei unterstützen, Vielfalt als Bereicherung zu erleben? Wer ein Gespür für sein Kind hat und sensibel auf seine Blicke oder Unsicherheiten ist, kann es dort abholen, wo es gerade steht. Guckt das Kind ein bisschen länger hin, wenn ein schwules Pärchen aus der Nachbaschaft vorbei geht? Oder fragt es sogar nach? Eine gute Gelegenheit, um zu offen über das Thema zu sprechen – ohne Berührungsängste oder gar Umschreibungen.

Eine weitere Möglichkeit, die queere Community zu unterstützen, ist dein ganz persönlicher Umgang mit anderen Familienformen. Welche Werte lebst du deinen Kindern vor? Ist es für sie selbstverständlich, dass du hinter ihnen stehst, egal ob sie irgendwann einen Freund oder eine Freundin nach Hause bringen? Erlaubst du ihnen, schon in der Kindheit mit anderen Familienformen in Berührung zu kommen? Auch hier spielt Sichtbarkeit eine große Rolle: Es gibt tolle Kinderbücher, die das Thema nicht nur spielerisch, sondern auch ganz selbstverständlich anreißen. Eine kleine Liste findest du in diesem Beitrag „Kinderbücher für und über Regenbogenfamilien“ sowie „Kinderbücher über Vielfalt, Anderssein und Toleranz

Falls du selbst auf der Suche nach mehr Vielfalt bist und einen kleinen Einblick in andere Familienformen haben möchtest, ist Instagram für dich eine perfekte Anlaufstelle. Hier zeigen Profile wie @papapi, @wirsechspluseins und @siebenkilopaket täglich, wie bunt das Familienleben unter dem Regenbogen sein kann. Ganz egal ob Pflege-, Patchwork- oder lesbische Familie – diese Accounts sorgen mit ihrer Arbeit dafür, dass Vielfalt jeden Tag ein bisschen selbstverständlicher wird. Ein weiterer toller Account ist der von @fraucourage, die mit ihrem LGBTQ* Coaching werdende Familien durch den Kinderwunsch begleitet und sie dabei mental stärkt. Was du tun kannst? Indem du unseren Profilen folgst und ihre Beiträge kommentierst, likest und/oder teilst, hilfst du uns dabei, dass unsere Botschaft ein breiteres Publikum erreicht.

Wenn du noch mehr über Regenbogenfamilien, ihr Leben und die Herausforderung, die sie zu meistern haben, erfahren möchtest, kann ich dir diese Interviews mit Regenbogenfamilien ans Herz legen. Hier erzählen die unterschiedlichsten Familien über ihren Weg vom Kinderwunsch bis hin zur Familiengründung – sei es als Singlemoms, zwei Papas oder zwei Mamas. Auch Kinder, die in Regenbogenfamilien aufgewachsen sind, kommen dort zu Wort – schau einfach rein!

Du siehst, es ist gar nicht schwer, gemeinsam mit uns die Regenbogenflagge oben zu halten! Es mag eine kleine Geste sein, aber sie hat eine große Bedeutung, wenn es darum geht, dass uns die Zukunft  eine bessere, buntere Welt bringt. Bist du dabei?

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