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Was ist denn jetzt eigentlich besser? Flüssigwaschmittel oder Pulver? Was ist umweltfreundlicher? Was ist leistungsstärker? Was ist besser für die Maschine?
In diesem Artikel gehe ich für euch dem ewigen Rätsel um Pulver und Flüssig einmal nach… 🙂

1. WAS SIND DIE VORTEILE VON FLÜSSIG BZW. PULVER?

Flüssig:
+ keine Bleichmittel, die die Farben verblassen lassen
+ keine Waschmittelrückstände auf der Kleidung
+ Kann zur Fleckenvorbehandlung per Hand genutzt werden
+ bessere Leistung bei fett- und eiweißhaltigen Flecken (Lebensmittel)

Pulver:
+ als Vollwaschmittel ideal für weiße Wäsche (Stichwort: Bleichmittel)
+ als Vollwaschmittel in Verbindung mit Temperaturen ab 40° erhöhte hygienische Wirkung
+ bessere Leistung bei bleichbaren Flecken
+  bessere Leistung bei pigmentbasierten Flecken (z.B. Makeup oder Lehm)

2. WAS IST BESSER FÜR DIE UMWELT?

Rezeptur:
Herkömmliche Flüssigwaschmittel enthalten oft Konservierungsstoffe, die die Umwelt belasten. Nicht so die Waschmittel von Frosch. 🙂 Dank unserer hauseigenen Wasseraufbereitungsanlage nutzen wir ein vollständig entsalztes Wasser, das es uns ermöglicht auf Konservierungsstoffe zu verzichten. Außerdem werden oft die im Flüssigwaschmittel enthaltenen Tenside als umweltschädlich bemängelt. Grundsätzlich gilt: die Tenside bei Flüssigwaschmitteln sind keine wesentlich anderen als bei Pulvern. In den meisten Fällen enthalten Flüssigwaschmittel – da ihnen die Bleichkomponente fehlt – aber etwas mehr Tenside als Pulver.
Bei Frosch setzen wir übrigens schon immer auf pflanzlich basierte Tenside mit hoher biologischer Abbaubarkeit. Um die Tensidlast zudem so gering wie möglich zu halten, setzen wir Enzyme als Leistungsverstärker ein. Durch den höheren Tensideinsatz und die Enzyme wirken Flüssigwaschmittel aber z.B. etwas besser bei fett- und eiweißhaltigen Verschmutzungen, bei farbigen Flecken  sind dagegen Pulver meist stärker.

Übrigens: Bei Großpackungen von Pulverwaschmitteln solltet ihr aufpassen! Darin sind oft Füllstoffe in Form von Salzen enthalten, die keine Wirkung haben, aber die Umwelt unnötig belasten.

Verpackung:
Pulver können in Kartons verpackt werden, Flüssigwaschmittel in Plastik. Stimmt! Punkt für das Pulver. Um dennoch so wenig Plastik wie möglich bei Flüssigwaschmitteln einsetzen zu müssen, gibt es unsere Flüssigwaschmittel im vollständig recycelbaren Umweltbeutel, der ca. 70% Plastik im Vergleich zu einer Flasche einspart.

3. WAS IST BESSER FÜR DIE MASCHINE?
Die heutigen Waschmittel – egal ob Pulver oder Flüssig – sind so konzipiert, dass kein zusätzlicher Entkalker nötig ist. Waschpulver nutzen zur Wasserenthärtung meist eine wasserunlöslichen Substanz (Zeolith). Dieser ist auch in unseren Frosch Waschpulvern enthalten. Bei den flüssigen Waschmitteln übernimmt die Wasserenthärtung die jeweils enthaltene Seife (Und ein paar weitere Zusatzstoffe. Bei Frosch sind das naturbasierte Komplexbildner, z.B. Citrat, und eben Seifen.)

Fazit:
Tatsächlich liegt der Hauptunterschied  zwischen Pulvern und Flüssigwaschmitteln bei den Stoffen zur Wasserenthärtung. Fakt ist aber auch, es muss weder bei dem Einen, noch bei dem Anderen ein extra Enthärter hinzugefügt werden. In der Dosiertabelle auf den Waschmittel-Verpackungen findet ihr Angaben, wie ihr je nach Wasserhärte und Verschmutzungsgrad dosieren solltet.

Ansonsten gilt: Die Waschmaschine ist ein idealer Lebensraum für Bakterien. Deshalb solltet ihr 1-2 mal im Monat bei 60° waschen. Das beseitigt Keime und schlechte Gerüche. Und wenn das auch nicht hilft, könnt ihr zu einem Waschmaschinen Hygiene-Reiniger greifen.

Ihr seht also – beide Formen haben Vor- und Nachteile. So große Unterschiede wie in der Vergangenheit gibt es heute aber nicht mehr. Am Ende liegt es auch an euch, was ihr lieber mögt. 🙂
À propos, was nutzt ihr denn lieber? Flüssig oder Pulver? 🙂

Liebe Grüße,
eure Janina von Frosch

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Johannes sagt

Alles schön und gut. Aber vergilbt ofder vergraut dann Weißwäsche, die mit Flüssig-Vollwaschmittel gewaschen wird nicht auf die Dauer.
Aber noch etwas Anderes. Es ist durchaus für die Umwelt sinnvoll, zusätzlich Wasserenthärter dem Waschmittel zuzusetzen. Vorausgesetzt natürlich, dass man Pulver anstelle von Tabs verwendet, die erstens teurer und zweitens häufig eine Überdosierung gleichkommen. Aber in Gebieten mit Wasserhärtegrad 2 oder 3 macht ein zusätzlicher Enthärter absolut Sinn, da die Waschmittelmenge reduziert werden kann und die Kläranlage nicht unnötig mit Tensiden und Enzymen belastet wird. Den Geldbeutel schont es obendrein! ;)

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Janina, Frosch-Bloggerin
Janina sagt

Hallo Johannes!
Danke für die Ergänzung, das ist definitiv nochmal ein interessanter Aspekt! Bezüglich der Vergilbung beim Waschen von Weißwäsche mit Flüssig-Vollwaschmittel: Durch die optischen Aufheller, die im flüssigen Waschmittel enthalten sind, wird dem Vergilben vorgebeugt.
Liebe Grüße!

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Sa sagt

Vielen Dank für den tollen Beitrag :-)
Ich würde gerne noch eure Meinung dazu wissen, dass Waschpulver auf schwarzer Wäsche weiße Rückstände hinterlässt?! Ich würde gerne komplett auf Pulver umsteigen, habe aber Bedenken wegen der schwarzen Wäsche....

Viele Grüße

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