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Der Kinderwunsch ist erfüllt, ein, zwei, drei oder mehr Kinder haben euch vom Paar auf Familienlevel katapultiert – ist das nicht großartig? Womit sich viele Eltern vor allem während der ersten Jahre mit Kindern konfrontiert sehen ist die große Herausforderung trotz all der Aufmerksamkeit, die der Nachwuchs bekommt, sich selbst und sich als Paar nicht zu vergessen. In der Theorie wissen wir doch alle wie das geht, oder? Regelmäßige Zeit zu Zweit, miteinander reden, an einem Strang ziehen, ein Team sein… bla bla bla 😉

Was ich mir immer wieder sage ist: unsere Paarbeziehung ist die Basis unserer Familie. Gäbe es uns als Paar nicht, gäbe es auch unsere Familie so nicht. Es bedingt sich. Genauso wie es sich bedingt, dass mein Mann und ich zusammenhalten, ein Team sind, in dem jeder Mal stark und mal schwach sein darf. Das habe ich in den letzten 6 Jahren, in denen ich Mutter bin, hautnah lernen dürfen. Ich habe zwar nicht DIE Master-Tipps auf Lager, die aus einem aneinander desinteressierten Pärchen echte Love-Birds machen, aber womöglich ist ja doch der eine oder andere schlaue Tipp für euch als Paar dabei, ich würde mich freuen! 

#1 Termine für die Liebe 

Unromantisch, unsexy, aber effektiv. Wir machen monatlich feste Termine für unsere Date-Nights aus, wir überlegen uns was wir machen wollen, organisieren einen Babysitter und tragen die Termine fest in den Kalender ein. Fest! Nicht verschiebbar! (es sei denn ein Kind wird krank, ist klar ;-))

#2 Gemeinsam Spaß haben 

Wann hast Du das letzte Mal mit dem Vater Deiner Kinder richtig gelacht und Spaß gehabt? Jupp, das kann schnell lange her sein, oder?! Darum: überlegt euch Aktivitäten, die den Kopf frei machen, die Spaß machen, die euch daran erinnern, wie ihr als Paar wart bevor der Nachwuchs da war. Meine Top-Tipps: Jump-House, Badeparadies oder durch die Bars und Clubs der Stadt ziehen und bis in die Puppen tanzen. Nichts schenkt der Beziehung so viel Energie und positiven Schwung wie ein wenig gemeinsamer Spaß (ohne Kinder! ;-))

#3 Familienorga- einmal klären für wenig Streit 

Setzt euch mit Zettel und Stift zusammen und definiert die regelmäßigen Familienaufgaben. Brotdosen der Kinder vorbereiten, Spielverabredungen, Kindergeburtstage etc. Alles, was das Familienleben betrifft, bekommt eine Zuständigkeit. Das vereinbart ihr gemeinsam und das Gute: wenn der Partner mal was verpennt, er hat es ja mit entschieden und braucht also gar nicht meckern. Indem jeder konkret seine Aufgabe kennt, kommt es zu viel weniger Stress im Alltag und weniger Reibungspunkten zwischen euch als Paar.

#4 Stay in touch 

Überleg mal wie es war, als ihr euch frisch verliebt hattet? Ihr wart entweder ständig zusammen oder ständig am Telefon oder am schreiben, oder? Und heute? Jeden Morgen, nachdem ich die Kinder in der Kita abgegeben habe rufe ich meinen Mann an. Wir sagen uns guten Morgen und bereden kurz, was wir jeweils so heute zu tun haben. Das Telefonat ist meist wirklich kurz (2-3 Minuten), aber es tut etwas Wesentliches für uns: wir bleiben in Kontakt. Genauso wie eine WhatsApp Nachricht in der Mittagspause ist es ein „aneinander denken“, was eine kleine Geste mit ganz viel Einfluss auf die Beziehung ist, probier es mal aus.

#5 Fünfe gerade sein lassen 

Mit Kindern ist Ordnung im Haushalt ein besonderes Thema 😉 Hatte man sich als Paar gut eingespielt werden die Karten plötzlich neu gemischt und einen können Dinge nerven, die vorher nie genervt haben. Mein Mann lässt immer seine Schuhe mitten im Flur stehen und zwar nicht nur ein Paar, sondern oft zwei oder drei Paar. Ich könnte ausrasten und das habe ich oft getan, bis ich entschieden habe, dass diese doofen Schuhe es nicht wert sind einen Streit vom Zaun zu brechen. Nun räume ich sie beiseite und schlucke die 2 Sekunden Ärger hinunter. Nicht jeder „Kampf“ ist es wert gekämpft zu werden. 😉

#6 Grenzen für die Kinder = Freiraum für die Eltern 

In Zeiten von sehr bindungsorientierter Erziehung sind hier sicher nicht alle meiner Meinung, aber für uns hat es sich bewährt, dass es eindeutige Grenzen für die Kinder gibt. Unsere Kinder haben beispielsweise in unserem Arbeitszimmer nichts verloren, genauso ist ab etwa 19 Uhr Mama-Papa-Zeit. Das kommunizieren wir auch genau so. Wir erklären, dass Mama und Papa sich jetzt unterhalten und alleine sein möchten und das kapieren die Kinder durchaus. Durch feste Zeiten und Rituale klappt das meistens auch sehr gut, so dass mein Mann und ich ab 19 Uhr wirklich einfach mal zu Zweit sind.

#7 Digital Detox 

Bitte sagt mir, dass ihr das auch kennt.. 😉 Die Kinder schlafen, ihr sitzt mit eurem Partner auf dem Sofa und jeder starrt in sein Handy und eh man sich versieht sind 2 Stunden um, man hat nur auf sein Handy geglotzt und geht schlafen. Wie schlimm ist das bitte? Darum: feste Zeiten fürs Handy vereinbaren oder es einfach mal im Flur liegen lassen und dafür mit dem Partner reden – hat einen deutlich positiveren Einfluss auf den persönlichen Alltag als der Blick in die Leben anderer. 😉

Es ist nicht einfach Eltern und Paar zu sein, aber am Ende des Tages ist es jede Mühe wert.

Alles Liebe

Katrin von mom’s style 

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