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Positiv, ein 2. Strich, eine Wochenzahl – kurzum: Du bist schwanger! Herzlichen Glückwunsch. Was für ein aufregender Moment, oder? 🙂 Und dann setzt das Hirn ein und beginnt zu rattern. Was muss ich jetzt tun, was muss organisiert und vorbereitet werden in den kommenden Monaten? Es sind ein paar Dinge, aber ganz ehrlich, so viele Dinge findest Du einfach raus, wenn das Baby da ist. Kannst Du stillen/ willst Du stillen? Schnuller? Ja oder nein? Habe ich ein Spuckkind und brauche viel Kleidung oder brauche ich gar nicht so viel? Brauche ich am Anfang Kleidung in Größe 50 oder starte ich mit Größe 56? Das sind Dinge, die wirst Du schon herausfinden und kannst ganz entspannt bleiben. Andere Dinge wiederum wie den Kita-Platz, den Elterngeldantrag oder den Steuerklassenwechsel solltest Du jedoch zeitnah angehen.

Hier ist ein grober Fahrplan, was unter anderem zu erledigen ist und wann dafür der beste Zeitpunkt ist:

Direkt nach dem Schwangerschaftstest:

  • Atmen ;-), den werdenden Vater informieren und eine Hebamme kontaktieren. Jaaa, es ist furchtbar, dass es heutzutage notwendig ist, sich so früh um eine Hebamme zu kümmern, aber ich kenne viele Freundinnen, die in der 12. Woche schon keine mehr finden konnten und ohne sie durchs Wochenbett mussten – geht auch, ist aber ehrlich gesagt nicht so der Hit, denn Hebammen sind der Knaller, der absolute Knaller für jede Neu-Mama
  • Bei Deinem Frauenarzt anrufen, um einen Termin für den 1. Check zu machen. Aber Achtung, halte Deine Erwartungen gering, denn die meisten Frauenärzte geben einem den 1. Termin erst. ca. für die 6 Schwangerschaftswoche, weil man vorher eh noch nicht viel sehen kann und dann teilweise sogar schon das Herz schlägt und ein großer Meilenstein geschafft ist. Also, erwarte nicht morgen den ersten Ultraschalltermin zu haben, Du wirst Dich vermutlich noch ein paar Wochen gedulden müssen 😉

 

Ab der 12. Schwangerschaftswoche:

  • Du hattest jetzt ja schon ein paar Wochen Zeit zu überlegen, wann und wie das Kind betreut werden soll, wenn Du wieder arbeiten gehst (ich gehe davon jetzt einfach mal aus, dass Du nicht 18 Jahr daheim bleiben wirst…). Jetzt, wo die „kritischste“ Phase geschafft ist solltest Du Kitas oder Tagesmütter kennenlernen und euch auf die Wartelisten setzen lassen, denn in vielen Gegenden sind die raren Plätze schnell weg und der früh Vogel fängt den Kita-Platz – leider.
  • GENIEßEN! Jetzt beginnt die entspannteste Zeit Deiner Schwangerschaft bevor das letzte Trimester anbricht und es beschwerlich werden könnte. Darum: ab in den Urlaub, Baby-Moon, ins Kino etc.
  • Finanzen. Nicht sonderlich romantisch, aber notwendig. Mach Dir einen klaren Fahrplan. Wie lange wirst Du kein Einkommen oder nur das Elterngeld haben, wieviel wird das sein? ( hier empfehle ich den Elterngeldrechner vom Familienministerium), lohnt sich ein Steuerklassenwechsel, um bis zur Geburt mehr netto und somit auch mehr Elterngeld zu bekommen? Wie wollen Dein Partner und Du die Kosten aufteilen, wenn Du beispielsweise 1 Jahr in Elternzeit bist, habt ihr ein gemeinsames Konto? All diese Themen solltest Du in den kommenden 6 Monaten klären, denn kaum etwas ist schlimmer als ein Neugeborenes zu Hause zu haben und mit dem Partner um Geld zu streiten.
  • Willkommen: Nestbautrieb. Na, merkst Du es schon? Den Drang aufzuräumen, zu organisieren und schön zu machen für das neue Familienmitglied? Der optimale Zeitpunkt, um sich dem Babyzimmer anzunehmen, Tapete oder Farbe auszusuchen, Möbel zu kaufen und das Zimmer gemütlich herzurichten. Außerdem ist jetzt der beste Zeitpunkt, um mit der Anschaffung der Erstausstattung, wie Kinderwagen etc. zu beginnen.

Ab der 25. Schwangerschaftswoche: 

  • Der Countdown hat begonnen, jetzt würde ich mich um die Formalitäten kümmern: den Elterngeldantrag vorbereiten, den Antrag auf Kindergeld etc. Schau auch nach, was Dein Standesamt für die Ausstellung der Geburtsurkunde benötigt. Oft kannst Du das direkt im Krankenhaus abgeben, so dass die Bearbeitung möglichst fix gehen sollte.
  • Um die 30. Woche führen die meisten Krankenhäuser die Anmeldung zur Geburt durch. Du kannst Dir den Kreißsaal anschauen, Fragen stellen und Dich schließlich dort anmelden, damit zum Geburtstermin auch ein Bett für Dich frei ist.
  • Spätestens in der 36. Woche wird es Zeit Deine Kliniktasche vorzubereiten. Wenn es los geht, musst Du nur noch Zahnbürste und Co. ergänzen und bist direkt startklar.

Ab der 36. Schwangerschaftswoche: 

  • Spätestens jetzt solltest Du die Babykleidung einmal durchgewaschen haben und alles fertig im Schrank liegen
  • Und schließlich: Genießen, auch wenn es schwer fällt 😉

Natürlich fehlen noch viele viele Punkte, aber ich hoffe einige Themen dieser Liste helfen Dir schon einmal weiter und geben eine grobe Richtung, was Du wann am besten erledigen solltest, um für das größte Abenteuer Deines Lebens gerüstet zu sein 🙂

Ich wünsche Dir eine wundervolle Geburt.

Alles Liebe

Katrin von mom’s style

 

 

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Maike HEINS sagt

Was würden die heutigen werdenden Eltern machen, wenn sie nicht über einen solchen Fahrplan verfügen würden. Ganz ehrlich, seit Jahrtausenden werden Frauen Schwanger und bekommen Kinder und das ganz ohne Fahrplan...
Langsam bekommt man den Eindruck, das die Gesellschaft ohne Anweisungen und Wegweiser nicht mehr klar kommt. Denkt mal darüber nach...

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