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Bereits vor der Geburt beginnen die meisten werdenden Eltern sich mit dem Thema Elterngeld zu beschäftigen und das ist auch gut so, denn das ist gar nicht so einfach und birgt die eine oder andere Tücke. Den besten Tipp, den ich aus meiner persönlichen Erfahrung vorweg geben kann, ist alles für den Elterngeldantrag vorzubereiten, was man vor der Geburt so vorbereiten kann. Ist das Baby nämlich erst mal da, hat man oft nicht die Zeit oder die Nerven sich damit intensiv auseinanderzusetzen.

Tipp 1: Elterngeld gibt es „nur“ 10 Monate

Denkt daran: Elterngeld wird nicht, wie so oft geglaubt, für 1 Jahr bezahlt, sondern für 10 Monate! Es ist also nicht so, dass Du nach der Geburt 8 Wochen Mutterschutz hast und dann 12 Monate Elterngeld bekommst, sondern das Mutterschaftsgeld wird quasi auf das Elterngeld angerechnet und somit „nur“ 10 Monate Elterngeld gezahlt. Nachdem Dein Mutterschaftsgeld also ausgelaufen ist erhälst Du 10 Monate Elterngeld. Das zu wissen ist vor allem in Bezug auf die Rückkehr in den Job und das Organisieren eines Krippenplatzes super wichtig, denn da kann man sich ganz schnell verschätzen.

Elterngeld_2

Tipp 2: Auch Hausfrauen, Studenten etc. bekommen Elterngeld

Auch wenn Du noch studierst und kein Einkommen hast oder als Hausfrau daheim bist und nicht berufstätig bist, erhält Du Elterngeld, und zwar den Mindestsatz von 300 € monatlich.

Tipp 3: Nicht vergessen, auch Elterngeld muss versteuert werden (rückwirkend)

Das Elterngeld wird monatlich ohne Steuerabzüge ausgezahlt. Was oft vergessen wird ist allerdings, dass das Elterngeld dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Das heißt: wenn ihr eure Steuererklärung für das Jahr mit Elterngeldbezug macht, wird die Summe des Elterngeldes auf euer Gesamteinkommen (bei Eheleuten mit gemeinsamer Veranlagung eben auf das gesamte Familieneinkommen) drauf gerechnet und dann die Steuerlast für das gesamte Jahreseinkommen berechnet. Keine Panik: das bedeutet nicht automatisch, dass ihr Steuern nachzahlen müsst, es kann aber passieren. Wenn ihr also auf der absolut sicheren Seite sein wollt legt ihr euch (sofern möglich natürlich) monatlich eine kleine Summe direkt beiseite, falls eine Steuernachforderung entsteht.

Tipp 4: Papas aufgepasst – Die Elternzeit richtet sich nach Lebensmonaten des Kindes

Das Elterngeld beinhaltet einen weiteren kleinen Stolperstein, dieses Mal für die Papas. Wenn Väter Elternzeit nehmen, dann neigen Arbeitgeber (und man selbst ja irgendwie auch automatisch) dazu diese in vollen Monaten ab dem 1. des Monats zu rechnen. Das ist allerdings falsch, es sei denn das Kind wurde tatsächlich am 1. eines Monats geboren. Die Elternzeitmonate berechnen sich nämlich nach dem tatsächlichen Geburtstermin des Kindes. Wird euer Baby also am 16. des Monats geboren und der Vater möchte Elternzeit nehmen, so muss er diese am 16. des Monats beginnen.

Tipp 5: Achtung, kürzeres Elterngeld bei einer Frühgeburt

Kommt ein Kind zu früh zur Welt, so ist das nie schön und Eltern haben vorerst andere Sorgen als das Elterngeld. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass eine Frühgeburt auch Einfluss auf das Elterngeld nimmt. Babys, die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden gelten als Frühchen. In diesem Fall verlängert sich der Mutterschutz automatisch von 8 auf 12 Wochen nach der Geburt und man erhält während dieser Zeit Mutterschaftsgeld, das ist super. Nun kommt aber das große Aber, denn das Mutterschaftsgeld wird ja auf das Elterngeld angerechnet und somit bekommt die Mutter nach Ablauf der 12-wöchigen Mutterschaftsgeldzahlung „nur“ noch 9 Monate Elterngeld ausgezahlt. Das ist insofern relevant, da viele Frühchen noch einige Wochen im Krankenhaus bleiben müssen und auch danach erhöhten Förderbedarf haben, die effektive Elternzeit zu Hause mit Kind aber eben kürzer ist.

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Tipp 6: Geschwisterbonus

Und zum Schluss noch etwas Schönes: lebt ein Geschwisterkind unter 3 Jahren mit im Haushalt, so gibt es einen Geschwisterbonus. Das Elterngeld wird dann entweder um 10 % bzw. in jedem Fall um 75 € monatlich (wenn 10% des Elterngeldes weniger als 75 € wären) erhöht.

Ich hoffe für alle werdenden Eltern waren einige Tipps dabei, was ihr beachten solltet, wenn es um das Elterngeld geht. Ich wünsche euch eine wundervolle Elternzeit, genießt es!

Alles Liebe wünscht euch

Katrin von mom’s style

 

 

 

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