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Man kann die Augen nicht mehr verschließen. Unser blauer Planet ist ein Planet aus Plastik geworden. Plastiktüten, Plastikflaschen und sonstige Plastikverpackungen treiben auf dem Meer umher, werden an den Strand gespült, türmen sich dort zu Müllbergen auf oder werden zur traurigen Todesfalle für Meeresbewohner und Vögel. 

Solche oder ähnliche Bilder habt ihr sicherlich schon häufig gesehen. Und es kommt noch dicker. Nach Prognosen der Ellen MacArthur Stiftung werden 2050 mehr Plastikteilchen als Fische im Meer schwimmen. Ein unglaublicher, erschreckender Gedanke… Wichtig ist, dass wir nicht wegschauen, sondern handeln. Kürzlich hörte ich wie jemand sagte: „Was bringt es denn, wenn ich damit anfange Plastikmüll zu reduzieren, die anderen machen doch auch nichts!“ Wenn jeder diese Einstellung hätte, würden wir heute vermutlich noch in Höhlen leben. Natürlich kann jeder einzelne von uns etwas bewegen! Jede Plastiktüte, die wir durch eine Stofftasche ersetzen, jeder Käse von der Käsetheke anstelle von abgepacktem Käse aus dem Kühlregal, jeder Saft in einer Glasflasche statt in einer Plastikflasche – jeder kleine Schritt schafft Entlastung. Und ganz wichtig: Wenn Plastik – dann ab danach in den Gelben Sack oder die Wertstofftonne!froschblog_artikelbild_1090x500px_ozean3

Die Lösung liegt an Land

Jedes Jahr werden um die 300 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert. Und das seit Jahrzehnten! Unsere Erde ist voll von Plastik. Wir von Frosch haben genau aus dem Grund die Recyclat-Initiative ins Leben gerufen, die sich für die Wiederverwertung von Altplastik stark macht und dabei in Pionierarbeit sogar auf den Plastikmüll aus dem Gelben Sack zurückgreift. Dieses Plastik landet nicht im Meer, sondern wird von einer Reinigerflasche zu einer Reinigerflasche zu einer Reinigerflasche und so weiter. 🙂

Das ist ein Lösungsansatz, um unsere Meere nachhaltig zu schützen. Doch das Problem ist damit noch lange nicht gelöst. Neben dem so offensichtlichen Plastikmüll gibt es noch ein anderes, ganz winziges und zugleich riesengroßes Problem: Mikroplastik.

Kleinste Teile – größte Probleme

Unter Mikroplastik versteht man Plastikteile, die fünf Millimeter oder kleiner sind. Wenn Plastikmüll im Meer durch das Zusammenspiel von UV-Strahlung, Salz und Wellengang zersetzt wird, entsteht sogenanntes sekundäres Mikroplastik. Primäres Mikroplastik hingegen ist bewusst hergestelltes, oft mikroskopisch kleines Plastik, das in Produkten wie Zahncremes, Handseifen, Peelings und Haushaltsreinigern verwendet wird – in vielen Fällen aus rein ästhetischen Zwecken!froschblog_artikelbild_1090x500px_ozean2 Auch wenn Mikroplastik meist nicht mit dem bloßen Auge wahrnehmbar ist – es ist längst in allen Regionen der Erde zu finden: im ewigen Eis genauso wie in 3.500 Meter Tiefe im Mittelmeer. Vögel, Fische, Austern, Muscheln oder andere Lebewesen, die diese Partikel verschlucken, scheiden sie nur zum Teil wieder aus. Der Rest verbleibt im Organismus. Mit ihm häufig auch Schadstoffe und Umweltgifte. Das Leid der Tiere ist unvorstellbar. Doch auch wir Menschen sind betroffen, bei denen Fische, Schalentiere und Muscheln auf dem Speiseplan stehen.

Plastik vermeiden, wo immer möglich

Was wir tun können? Plastikmüll vermeiden. Naturkosmetik oder naturnahe Kosmetik kaufen. Auf die Inhaltsstoffe der Produkte achten. Stehen in der Liste Stoffe wie zum Beispiel Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET), Polyurethan (PUR), Acrylates Copolymer (AC), Acrylates Crosspolymer (ACS), Polyacrylat (PA), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polystyren (PS) ist in dem Produkt Mikroplastik enthalten.

Wo definitiv kein Mikroplastik enthalten ist? In euren Frosch-Produkten. Bei allen Rezepturen haben wir bewusst auf den Einsatz von Mikroplastik verzichtet. Gepaart mit der Recyclat-Initiative für die Wiederverwertung von Altplastik versuchen wir so unserer Verantwortung als Marke gerecht zu werden. Und das sollten auch wir als Einzelperson. Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten. Für die Reduzierung von Plastikmüll. Für die Vermeidung von Mikroplastik. Für saubere Ozeane.

froschblog_artikelbild_1090x500px_ozean1 Liebe Grüße,
eure Janina von Frosch

 

Quellen: utopia.de, bund.net, www.ellenmacarthurfoundation.org

 

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Susi sagt

Liebe Janina,
wie macht ihr das, dass eure Verpackungen aus Altplastik kein Mikroplastik mehr enthalten?
Schöne Grüße

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Janina, Frosch-Bloggerin
Janina sagt

Hallo liebe Susi!
Mikroplastik entsteht auf zwei Wegen. Es gibt das primäre Mikroplastik, das z.B. als Peelingkörper in Kosmetika oder als Trübungsmittel in Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln aber auch Duschgelen und Seifen eingesetzt wird. Auf dieses Mikroplastik beziehen wir uns. Alle Rezepturen von Frosch sind frei von Mikroplastik.
Sekundäres Mikroplastik wiederum entsteht, wenn sich große Plastikteile zersetzen, z.B. im Meer durch Wellenbewegung, UV-Strahlung und Winde. Natürlich können wir nicht den Weg jeder einzelnen Flasche nachvollziehen, aber da unsere Flaschen zu 100% recyclingfähig sind und zu 100% aus Altplastik bestehen, halten wir Plastik im Verwertungskreislauf.
Liebe Grüße, Janina

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Carsten sagt

Hallo Janina,
bitte entschuldige, dass ich einen so alten Blogeintrag reaktiviere.
Da aktuell Waschmittel in Drogerien etc. rar sind, habe ich nach allen Waschmitteln ohne Mikroplastik gesucht.
Da bin ich auf einen Nachtrag von Öko-Test gestoßen und bin sehr verwundert gewesen:
https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/Frosch-Citrus-Voll-Waschpulver-ist-befriedigend_10854_1.html

In deinem Blogeintrag stand (2017), dass Frosch kein Mikroplastik verwendet und Öko Test hat 2019 doch (zumindest in einem Waschmittel) welches entdeckt.
Ich würde mich freuen, wenn das aufgeklärt würde und Frosch tatsächlich 100% frei von Mikroplastik war, ist und bleiben wird.
Vielen Dank.
Bleibt gesund!
Grüße Carsten

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Janina, Frosch-Bloggerin
Janina sagt

Hallo Carsten,
überhaupt kein Problem. Im Gegenteil - ich freue mich, dass dieser alte Beitrag noch gelesen wird. :-)
Ökotest hatte im letzten Jahr unser Citrus Voll-Waschpulver nachträglich von "gut" auf "befriedigend" abgewertet, da ein flüssiges Polymer in der Rezeptur beanstandet wurde, das in der damaligen Diskussion auf eine Stufe mit Mikroplastik gestellt wurde. Bei diesem flüssigen Polymer handelt es sich aber nicht um Mikroplastik, sondern um einen wasserlöslichen Stoff, der in der Kläranlage absorbiert wird. Festes Mikroplastik darf nicht mit wasserlöslichen oder flüssigen Polymeren verwechselt werden, da letztere kein Risiko für Gewässer darstellen, und wichtige Funktionen in Waschmitteln erfüllen. Nichts desto trotz haben wir die Kritik ernst genommen und daraufhin die Rezeptur angepasst. Seit Dezember letzten Jahres wird in der Rezeptur auf dieses Polymer verzichtet: https://frosch.de/Produkte/Citrus-Voll-Waschpulver.html
Liebe Grüße, Janina

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