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Es kann schon nützlich sein einen Koch im Freundeskreis zu haben, der einen hin und wieder mit Kochtipps versorgt. Die erste Regel, die mir beigebracht wurde, lautete: Das Wichtigste beim Kochen ist die gute Basis. Klingt schlau, aber was steckt dahinter?

Diese Frage habe ich meinem Kochfreund gestellt und die Antwort lautete: Fonds sind die Basis. Egal ob Gemüsefond, Geflügelfond, Fischfond, Rinderfond – die Liste ist lang, aber gemeinsam haben sie alle eines: Sie sind die Grundlage für die meisten Suppen und Saucen. Das sagt auch schon der Name. „Fond“ stammt nämlich aus dem Französischen und bedeutet… Na, wer weiß es? 🙂 „Grundlage“.
froschblog_artikelbild_1090x500px_gemuesefond2Bisher bin ich immer in den Supermarkt gelaufen und habe sie in Pulver oder Würfelform gekauft. Oder aber als flüssigen Fond in Gläsern. Dieser ist etwas teurer, dafür allerdings auch geschmacksintensiver. Noch besser und leckerer sind natürlich selbstgemacht Fonds. Und das ist gar nicht so schwierig, wie es sich (zumindest für mich) zunächst anhört. 🙂 Aber lasst uns noch einmal kurz einen Schritt zurückgehen.

Die Entstehung der Haute Cuisine

Wenn man sich etwas in die Geschichte des Kochens einliest, landet man in Frankreich, dem Ursprungsland der guten Küche, vielen auch bekannt als „Haute Cuisine“. Die französische Küchentradition besagt, niemals etwas wegzuschmeißen, sondern alle Lebensmittel zu verwerten. In den traditionellen Königs-Küchen des 16. Jahrhunderts war das ein buntes Treiben, als mit den unterschiedlichsten Lebensmitteln jongliert wurde, es überall zischte und dampfte und nach frisch zubereiteten Speisen roch. Schon eine romantische Vorstellung, auch wenn ich die Vorteile einer Spülmaschine und eines Cerankochfeld in meiner Küche definitiv nicht missen möchte. 🙂 Warum aber der Schwenk zur französischen Küche?froschblog_artikelbild_1090x500px_gemuesefond1

Der Gemüsefond – mit wenig Aufwand selbst gemacht

Das französische Küchen-Credo niemals etwas wegzuschmeißen, führt uns zu unseren Fonds. Denn diese kann man super aus Lebensmitteln herstellen, die man zum Kochen immer zu Hause hat oder gerade sowieso verwerten möchte. Wir knöpfen uns uns heute einfach mal einen Gemüsefond vor. Los geht’s:

1)      Zunächst schneiden wir Zwiebeln und Wurzelgemüse (z.B. Karotten, Sellerie, Lauch) in ca. 2 cm große Stücke und geben diese in einen mit Wasser gefüllten Topf.

2)      Jetzt lassen wir alles einmal kurz aufkochen. Danach stellen wir die Temperatur niedriger, geben Pfefferkörner und Salz sowie ein paar Lorbeerblätter dazu.

3)      Nun kommt der beste Part. Wir können uns entspannt zurücklehnen, ein gutes Buch lesen oder anderen Dingen nachgehen. 🙂 Unser Gemüsefond köchelt ein paar Stunden lang ganz alleine vor sich hin.

4)      Für die letzte halbe Stunde geben wir noch ein paar Stängelchen Petersilie dazu, dann können wir auch schon das ausgekochte Gemüse, die Petersilie und die Pfefferkörner abgießen und den Fond zum Abkühlen wegstellen.

froschblog_artikelbild_1090x500px_gemuesefond3Ohne dass es viel Arbeit war, haben wir so einen ordentlichen Topf voll super leckerem, hausgemachtem Fond ohne irgendwelche Geschmacksverstärker und Zusätze hergestellt. 🙂 Nur, was machen wir jetzt mit dem ganzen Zeug? Zum Glück befinden wir uns nicht mehr im 16 Jahrhundert, sondern besitzen alle einen Gefrierschrank. Schnappt euch Eiswürfelbeutel, füllt den Fond darin ab und schon habt ihr einen tollen Vorrat, mit dem ihr euch an viele neue Rezepte wagen könnt. Die Basis dafür habt ihr ja jetzt zu Hause. 🙂

Liebe Grüße, eure Janina von Frosch

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Patrwink sagt

Ach, bekocht zu werden ist doch immer eine ganz besondere Art der Wellness Behandlung. Ich freue mich immer, wenn mein Mann für mich kocht, was er zugegebenermaßen selten tut :D

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Gustav Sucher sagt

Danke für den Blog! Ich wusste nicht, dass die Küche auf Frankreich kommt. Das ist aber sehr interessant. Mein Onkel hat eine Weile als Koch gearbeitet und kann so einiges an Rezepten auswendig. Danke für die gute Idee! https://www.markenkuechen-bremen.de/kueche-feuer-marken

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Franzi Heine sagt

Toller Beitrag zu selbstgemachten Fonds! Ich liebe es, zu kochen und alles selber zu machen wie meine Oma früher! Dank euch weiß ich jetzt, wie ich eine Basis selber mache! Ich liebe es in der Küche neue Sachen zu lernen und auszuprobieren.
LG
https://www.meimann-kuechen.de/kuechen

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