0

Nun hat es sich erstmal wieder ausgeraucht. Wenn demnächst die Kälte zu knacken beginnt und die nasse Witterung überwiegt, nehmen die meisten Grillfans eine Auszeit vom zünftigen Grillspaß im Freien. Ich gehöre dazu, ihr auch? Doch bevor es bei mir daheim mit gemütlichen Raclette- und Fondue-Abenden weitergeht, mache ich schnell noch eines: nämlich Grill und Grillutensilien winterfit. Hier meine Tipps für Reinigung, Pflege und Aufbewahrung, damit euer Brutzel-Equipment gut über die nasskalten Monate kommt:

Groben Schmutz entfernen

Ob Gas-, Elektro- oder Holzkohlegrill – im ersten Schritt heißt es: alle groben Schmutzreste aus dem Grill entfernen und auch, sofern vorhanden, den Aschefänger leeren.

Essensreste ausbrennen

Wer einen leistungsstarken (Gas-)Grill mit großer Hitzeentwicklung besitzt, kann den Grill „ausbrennen“. Bei hoher Temperatur verkohlen quasi Fleischfaser- und Nahrungsreste, die sich am Rost oder der Grillplatte festgesetzt haben. Rund 15 bis 20 Minuten solltet ihr für das Ausbrennen einplanen, die Grillhaube wird dabei geschlossen. Und bei Grillmodellen mit geringerer Power? Ach, was soll’s, da setzen wir einfach auf ein bisschen mehr Muskelkraft. 🙂

Geeignete Putzmittel und Putzutensilien

Grillroste bestehen in der Regel aus emaillierten Oberflächen, Edelstahl oder Gusseisen. Das Nonplusultra-Werkzeug für die Reinigung: eine Grillbürste aus Draht, mit der man gründlich an die Arbeit gehen kann. Ist der schlimmste Schmutz abgebürstet, kommen Wasser und eine kraftvolle Fettlöseformel ins Spiel, wie zum Beispiel der Grapefruit-Fett-Entferner von Frosch. Auch ein Mix aus Neutral Reiniger und warmem Wasser ist geeignet. Fürs Abtrocknen sind ausrangierte Geschirrtücher aus Baumwolle ideal oder auch die Küchenrolle.

froschblog_artikelbild_1090x500px_byebye-grillsaison

Grillrost, Grillplatte, Fettwanne und Co.

Alle losen Elemente wie Grillrost, Grillplatten, Fettwanne oder Aschfänger kommen zur Reinigung raus aus dem Gehäuse. Habt ihr es mit hartnäckigen Verkrustungen zu tun, hilft das vorherige Einweichen in einer Wanne mit lauwarmem Wasser-Seifen-Mix. Kleine Grillroste (aus Edelstahl) lassen sich gegebenenfalls prima in der Spülmaschine reinigen. Und natürlich: den Grill-Korpus nicht vergessen. Wichtig zum Schluss: alles gut abtrocknen bzw. trocknen lassen, damit das Material keinen Rost ansetzt.

Clevere Saisonarbeit

Wer es sich zur Gewohnheit macht nach jedem Grillen den heißen Grillrost gleich mit der Grillbürste grob abzubürsten – Essensreste und Fettablagerungen sind dann noch warm bzw. dickflüssig und lassen sich leicht lösen – erspart sich am Saisonende mühsame Putzarbeit. Auch pfiffig: Hat euer Grill eine Fettwanne, die heruntertropfende Sudelei in einer kleinen Alupfanne auffängt, könnt ihr sie zusätzlich mit Alufolie auslegen. Ruckzuck ist die Folienlage ausgetauscht und ihr spart es euch, gleich die ganze Schale zu entsorgen.

Ideale Aufbewahrungsorte

Ist der Grill sorgfältig geputzt und gut durchgetrocknet, kommt er ins Winterquartier. Ideale Aufbewahrungsorte sind Garage, Keller, Schuppen oder Gartenhaus – also Bereiche, an denen der Grill keinen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist.

Wetterfeste Abdeckungen

Wenn sich keinerlei Unterstellungsmöglichkeit bietet und eurer Grill draußen überwintern muss, sind Wetterschutzhüllen eine lohnende Investition. Die Abdeckungen, die es im Handel in unterschiedlichen Größen gibt, halten Wind und Wetter ab, schützen die Oberflächen gegen Rost und halten den Grill viele Jahre in Schuss.

Mit diesen kleinen Maßnahmen wäre das Wichtigste erledigt. Und weil ja bekanntermaßen nach der Saison vor der Saison ist, habt ihr mit der Winterfit-Aktion für euren Grill zugleich schon den Grillspaß im nächsten Frühling vorbereitet. Zwei Fliegen mit einer Klappe also – ist das nicht klasse? 🙂

Viele Grüße,

eure Janina von Frosch

Artikel kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.